Wer hat Zugang zu den Daten, die ich im ESTA-Antrag angebe?

Informationen, die in ESTA-Anträgen angegeben werden, werden an das US Department of Homeland Security (DHS) übermittelt. Sollte es zu einer Ablehnung des ESTA-Antrages kommen, können die Daten auf Anfrage an das Department of State (DOS) weitergereicht werden, wenn die betroffene Person einen Visaantrag stellt.

Die Informationen können außerdem an die jeweils zuständigen bundesstaatlichen, kommunalen und ausländischen Regierungsbehörden weitergegeben werden, wenn diese ein berechtigtes Anliegen dafür vorweisen können. Hierbei geht es hauptsächlich um Strafverfolgungsangelegenheiten.

Die zuständigen Transportgesellschaften, wie beispielsweise Airlines, die die Antragsteller befördern, erhalten keine persönlichen Daten. Lediglich die Information, ob eine bestätigte ESTA-Genehmigung vorliegt wird übermittelt. Die Transportgesellschaften erhalten aber nicht die Informationen in der Genehmigung selbst.

Sind meine Daten sicher?

Die Webseite der US-Regierung setzt Technologien ein, die den unberechtigten Zugriff auf die eingegebenen Daten im ESTA-Antrag verhindern. Die Daten unterliegen strengen Datenschutzbestimmungen und werden gemäß des United States Privacy Act geschützt.

Nur Personen, die aus beruflichen Gründen Kenntnis haben müssen, bekommen Zugriff auf die Daten.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Die Daten des ESTA-Antrags werden solange gespeichert, wie der Antrag gültig ist. Früher wurden die Informationen beim DHS, also bei dem Department of Homeland Security, ein weiteres Jahr lang aufbewahrt und anschließend zwölf Jahre lang archiviert.

Da die ESTA-Anträge mittlerweile das I94W-Formular ersetzen, werden die betroffenen ESTA-Anträge nun 75 Jahre lang gespeichert, also nach den für das I-94W geltenden Aufbewahrungsfristen.

Das grüne I-94W-Formular wurde früher während des Fluges vom Bordpersonal zusammen mit der Zollerklärung ausgeteilt und musste von den Reisenden ausgefüllt und abgegeben werden. Seit 2013 ist dies dank ESTA nicht mehr nötig, da alle nötigen Daten nun automatisiert übermittelt werden.

Welche Daten werden noch von mir benötigt, wenn ich in die USA reise?

Die Airlines geben spätestens drei Tage vor Abflug Vor-und Nachnamen, Geschlecht und Geburtsdatum der Passagiere nochmals an die amerikanische Behörde TSA (Transportation Security Administration) weiter. Die TSA wiederum gleicht diese Informationen im Rahmen einer Sicherheitsüberprüfung mit denen von Strafvollzugsbehörden und anderen Behörden ab.